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17.02.2026

4 Arten von Inkontinenz

4 Arten von Inkontinenz

Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz. Es gibt verschiedene Formen, die sich in Ursache und Symptomen unterscheiden.

Wir klären auf:

  1. Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)

    Plötzlich tritt Urin aus - beim Lachen, Niesen, Husten oder Heben. Der Druck im Bauchraum steigt, doch der Beckenboden kann nicht mehr ausreichend entgegenwirken. Besonders häufig betroffen sind Frauen nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren, aber auch Männer nach Prostata-OPs.


  2. Dranginkontinenz (Reizblase)

    Plötzlich ist er da - der starke Harndrang. Auch wenn die Blase nicht voll ist, entsteht das Gefühl, sofort eine Toilette aufsuchen zu müssen. Viele schaffen es nicht rechtzeitig oder müssen sehr häufig zur Toilette - auch nachts. Ursachen sind oft überaktive Nerven oder Blasenentzündung.


  3. Überlaufinkontinenz

    Die Blase ist voll, aber das Gefühl fehlt. Der Körper signalisiert nicht rechtzeitig, dass es Zeit ist, zur Toilette zu gehen. Erst wenn die Blase überläuft, kommt es zum unkontrollierten Urinverlust. Häufige Ursachen sind Nervenschäden, bestimmte Erkrankungen oder eine verengte Harnröhre.


  4. Neurogene Blase

    Die Kontrolle über die Blase ist gestört, weil die Verbindung zwischen Nervensystem und Blasenmuskulatur nicht mehr richtig funktioniert. Das kann durch Verletzungen, neurologische Erkrankungen oder angeborene Fehlbildungen entstehen. Je nach Art der Nervenschädigung kann es zu ständigem Harndrang oder einer unvollständigen Blasenentleerung kommen.

Was tun?

Wer sich in den Symptomen wiedererkennt, sollte dies ärztlich abklären lassen. Inkontinenz ist behandelbar - und in vielen Fällen gibt es effektive Lösungen, die nicht nur Symptome lindern, sondern an der Ursache ansetzen.

Wann kann eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur helfen?

Der Beckenboden spielt eine entscheidende Rolle, besonders bei Belastungsinkontinenz. Ein gezieltes Training kann die Muskulatur stärken und die Kontrolle über die Blase verbessern. Auch bei leichter Dranginkontinenz kann eine stabilere Beckenbodenmuskulatur unterstützend wirken.

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